

Talsperren wurden ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert sowohl zur Trinkwasserspeicherung als auch zur Energieerzeugung gebaut. Hierzu wurden Staumauern gebaut, die an geografisch günstigen Positionen einen Fluss oder Bach aufstauen. Talsperren sind bauartbedingt ablassbar und weisen je nach Betrieb und Nutzung tages- und jahreszeitlich unterschiedliche Wasserstände auf. Diese betriebsbedingten Eigenschaften der meisten Talsperren lassen nicht selten nur eine eingeschränkte limnologische Entwicklung des Gewässers zu. Allerdings können nährstoffbelastete Gewässer im Talsperrenbereich auch zu Problemen wie z.B. Blaualgenbildung führen. Außerdem ist die Ufergestaltung vieler Talsperren sehr technisch ausgelegt, sodass eine ökologisch hochwertige Flachwasserzone meist fehlt oder nur rudimentär ausgebildet ist.